Mütter aus Israel und Palästina berichten von Verlust und Hoffnung

Zwei Mütter, eine aus Israel, eine aus Palästina, teilen in Landau ihren Schmerz und ihren Mut. Sie wählen nicht Rache, sondern den Weg zum Frieden. Was sie verbindet.

Die Israelin Michal Halev verlor ihren einzigen Sohn Laor durch den Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 auf das Nova-Musikfestival. Der sechs Monate alte Sohn der Palästinenserin Laila Al-Sheikh starb nach einem Einsatz der israelischen Armee, weil ihr an einem Checkpoint der rechtzeitige Zugang zu medizinischer Hilfe verwehrt wurde. Beide Frauen haben im Haus am Westbahnhof in Landau in einer bewegenden Veranstaltung der Friedensakademie von ihrem Leid und ihrem Engagement für den Frieden in Nahost berichtet. Sie reagierten auf den schmerzhaften Verlust ihrer Söhne nicht etwa mit einem Ruf nach Rache, sondern mit der Entschlossenheit, sich gemeinsam für ein Ende der Gewalt einzusetzen.

Mitstreiter fanden sie im „Parents Circle – Families Forum“, einer israelisch-palästinensischen Nichtregierungsorganisation, in der etwa 800 Familien beider Konfliktseiten sich für eine Transformation der persönlichen Trauer in Hoffnung engagieren. Es geht ihnen nicht um Vergebung. Sie eint die Überzeugung, dass Frieden nur durch gegenseitiges Zuhören und Anerkennen möglich ist.

Die Rheinpfalz, 12.5.26